Während des gesamten Produktlebenszyklus entstehen vielfältige Produktdaten in den beteiligten Bereichen wie z.B. Marketing, Vertrieb, Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Fertigung, Einkauf, Service. Vielfach entsteht aus einem rudimentären Grundgerüst aus Marketing oder technischem Vertrieb, die Ur-Form einer jeden Stückliste in der Konstruktion, erstmals im Rahmen der Verbauung von Teilen im CAD von Mechanik- und Elektrokonstruktion und wird durch das PLM-System verwaltet. Diese CAD-Struktur wird ggf. durch weitere, nicht modellierte Artikel wie z.B. Schmierstoffe oder Kühlflüssigkeiten ergänzt. So entsteht im Product Lifecyclemanagement-System die Stückliste des Engineerings die eBOM.
Entlang der IT-Kette entstehen in den Systemen eine Vielzahl von Stücklistensichten, welche verwaltet und im Änderungsfall angepasst und auch versioniert werden wollen. Der Umstand, daß die eBOMs im PLM-System, die mBOMs jedoch meist im ERP-System entstehen und verwaltet werden, kann zu Medienbrüchen oder inkonsistenten Daten führen. Zudem gibt es in der Regel eine eBOM aber möglicherweise mehrere mBOMS bzw. rollenspezifisch unterschiedliche Sichten auf die mBOM innerhalb des ERPs.
Rund um das Thema Produktkonfiguration spricht man auch von generischen Stücklisten. Diese gBOMs umfassen eine 150%-Sicht auf das Produkt und werden dann über Filter oder regelbasiert auf den Stand einer 100%-Stückliste des konfigurierten Produktes reduziert.
Durch hochfunktionale Schnittstellen-Standards zwischen den beteiligten System ist es heute technisch unproblematisch die Stücklistensichten an einer zentralen Stelle oder in der durchgängigen Reihe von IT-Systemen entlang des Produktenstehungsprozesses (PEP) aktuell zu halten. Oftmals fehlt es jedoch an der Methodik, Abstimmungsbereitschaft der Akteure über Abteilungsgrenzen hinweg, oder schlichtweg an der Usability der einzelnen Systeme, Stücklisten in der verfügbaren Zeit anzupassen und aktuell zu halten. Es ist ein Unterschied, ob man im Rahmen einer Baureihenpflege eines Serienproduktes alle 2-4 Jahre eine zeitlich planbare Stücklistenänderung abzubilden hat, oder mit jedem Auftrag eine auftragsspezifische Stückliste mit den typischen späten, teils kundengetriebenen Änderungen in kürzester Zeit realisieren muss. Im Serienfall kann man bei mangelnder Usability oder Methodik einfach früher mit den Arbeiten beginnen, oder mit mehr Manpower unterfüttern. Bei Auftrags-, oder Einzelfertigern kommt man in solchen Fällen oft schon mit dem Angebot, schlimmstenfalls dann aber mit dem Produkt selbst, schlichtweg zu spät.
Neben der Funktionalität der beteiligten Systeme benötigt es:
- Verständnis und Akzeptanz
- Nachhaltige Konkretisierung der Veränderung
- Technische und organisatorische Unterstützung von außen
- Nachhaltige Verankerung der Veränderungen
Warum das funktioniert?
Wir kombinieren technisches Know-how mit praktischer Erfahrung in der Begleitung von Veränderungsprozessen. Wir sprechen die Sprache der Anwender und des Managements und schaffen es, abstrakte Themen wie eBOM/mBOM greifbar und umsetzbar zu machen. Wenn möglich, zeigen wir auf, wie bestehende Systeme besser genutzt werden können. Darüber hinaus stellt unsere systemneutrale Beratung sicher, dass die Lösung zu ihren Prozessen und Systemen passt – und nicht umgekehrt.
